wuji hong oolong violet flame 1999 - teehaus cöln
so stelle ich mir alten oolong vor (wobei dies mein erster ist) dunkel, leicht herb, schwere früchte und braucht etwas zeit zum aufwachen, dann kommen aber noch so einige frucht noten zum vorschein.
so stelle ich mir alten oolong vor (wobei dies mein erster ist) dunkel, leicht herb, schwere früchte und braucht etwas zeit zum aufwachen, dann kommen aber noch so einige frucht noten zum vorschein.
der süße mostige geruch steigt schon aus den trockenen blttern empor, steigert sich im 1. aufguss zu einem obstsalat der gerade noch gut, kurz vom kippen steht. hmm also im gegensatz zu den shan tees von siam-teas verschwindet hier mit dem 2. aufguss das mostige fast vollständig. ein gutes argument doch mal wieder das konzept waschgang auch bei jüngerem pu-erh anzuwenden. nun der 2. aufguss im geschmack: leckere fruchtige süße auf einer yesheng typischen bunten würzigkeit. die süßen, würzigen und auch bitteren facetten spielen miteinander, ein kleines urwaldabbild entsteht an meinem gaumen der bei jedem schluck mehr von diesen köstlichen aromen durchtränkt wird. ich stelle mir vor das die wilden bäume in diesem wald sehr unterschiedlich schmecken, die kombination ist also wie der gesamteindruck des waldes. ein sanftes mystisches cha-qi schiebt sich neben dem erfreulichen geschmack durch meine synapsen, ich sehe vor meinem innneren auge immer größere kompositionen: die bäume miteinander, zusammen mit anderen pflanzen in der umgebung, die lokale fauna, das wetter an dieser stelle im berg, der regen der entlang rinnt und nebel der morgens durch den wald zieht, die evolutionären prozesse die zm wachstum ebendieser teebäume mit diesen geschmacklichen charakteristika geführt haben. ein schöner gushu trip ❤️
https://www.vietsuntea.com/product-page/h%C3%A0-giang-sundried-black-autumn-2024
ein voller, malzig süßer geruch kommt aus den blättern. es geht deutlich in richtung feiner hong cha. der geschmack ist leider dünner als der geruch verheißt, werde also an den extraktionsparametern schrauben. im 2. aufguss vermischen sich nun die oxidierten eher kräftigen bestandteilen mit den schon richtung frucht und malzig verlaufenden zu einem angenehmen morgendlichen potpourri welchem allerdings die geschmackliche expressivität anderer hongchas des gleichen händlers fehlen.
hmm csh delivers! eine fruchtige, dicke süße mit einem zarten mostigen überton. der geschmack rollt über die zunge in den gaumen und verbreitet überall freude und sonnenschein. hmm beim zweiten aufguss nicht aufgepasst und den bitteren drachen geweckt 😅 glücklicherweise gibt es schönes huigan. der zu starke aufguss offenbart aber leider eine wenig komplexe bittere note, bei weitem nicht am untersten ende der skala aber es wird klar das der name des tees etwas mehr verspricht als das material liefern kann.
ein rauchig-süßer sheng, derbe und umbekümmert, dezenter rauch ohne das es kratzt und die süße verbleibt schön lange im mund. deutlicher gegensatz zu dem grünen fl sheng denn ich noch davor trank. manchme der dayi produktionen waren schon echt deftig aber immer schön ausdauernd im gegensatz zu fl - dort gibt es zwar feinere noten bei deutlich grünerer verarbeitung aber keinen anhaltenden genuss.
https://www.farmer-leaf.com/products/spring-2023-meng-noy
ein voller noch deutlich grüner geschmack mit den für fl typischen beim ersten aufguss wahrnehmbaren rauchnoten - ist das ein versuch ein wiedererkennbares merkmal zu schaffen? besteht william bei den farmern auf eine bestimmte art der verarbeitung? oder wird am ende einfach etwas holzasche dazugefügt?
zurück zum tee: ein kurzweiliges huigan und erfreuliche level an bitterkeit. auf jeden fall ein aufklarender und erfrischender tee.
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eine herb-süße mischung macht sich im mund breit, leichte kakao noten im geruch neben einem fruchtigen hauptgeruch. geschmacklich findet sich das alles wieder nebst etwas leckerem malz der sich gut zur fruchtigen süße fügt.
https://www.farmer-leaf.com/collections/yunnan-pu-erh-tea/products/spring-2024-na-lang
hmm endlich mal wieder ein junger, grüner sheng. nach den letzten fermentierten bis fast mostigen tagen eine erquickliche frische. sanfte fluffige süße am anfang; aus diesen zuckerwattewolken steigt dann eine wohlige, klare fruchtigkeit empor und verbleibt lange im mundraum. leckere geschmacksentwicklung schlängelt sich wie ein kleiner bergpfad durch die wolken auf den gipfel eines belebenden cha-qi.
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nunja ein wirklich feucht gelagerter tee, nicht so muffig wie hk storage aber ohne die beschreibung hätte ich den jetzt für einen shu gehalten. der tee ist nett und entspannt, milde noch leicht süße noten. für mich gehen die möglichen feinheiten aber in der fermentation unter.
update: nochmal am nachschmecken - definitiv wurde dieser tee feucht gelagert aber auf keinen fall so derbe wie ein shu. der geschmack ist irgendwo dazwischen; es gibt eine mostige süße bei der aber noch die frischheit der blätter herauskommt. nun kann ich mir besser vorstellen wie am ende diese milden vanille noten eines shu entstehen können - als eine transformation des huigan.
https://tea.teatracks.com/en/pu-er/36-60-ya-nuo.html#/
mjam: deftig, etwas herb und eine schöne, langsam voranschreitende süße. es kommen ein paar fruchtnoten vor, richtung pfirsich gemischt mit einer klar definierten würzigkeit. der geschmack verweilt erfreulich lange und ist wirklich sehr sauber und klar. schmeckt nach einer puerist produktion (siehe auch das bild vom wrapper) die ihrem namen entspricht. die wirkung geht auch etwas in richtung verträumt - ist daß nun gushu?